Fortgeschrittene elektronische Signatur

Wenn die Identität zählt, bestätigt sie der elektronische Personalausweis

Bei Verträgen, die halten müssen, bleibt es nicht bei einem Code: Die Person identifiziert sich mit ihrer CIE und der App CieID, wie beim Zugang zu öffentlichen Diensten. Das Dokument erhält die fortgeschrittene Signatur, und die geprüfte Identität steht darauf.

Ein Code beweist ein Handy. Die CIE beweist eine Person.

Bei der einfachen Signatur wissen Sie, dass die unterzeichnende Person dieses Handy in der Hand hatte. Für ein Mandat, einen Beitritt oder einen wichtigen Liefervertrag reicht das unter Umständen nicht. Die CIE stellt der italienische Staat nach persönlicher Identifizierung aus: Nutzt die Person sie, erhält kSign vom CIE-System Vorname, Nachname, Steuernummer und Geburtsdatum, und die Signatur wird fortgeschritten — eindeutig der Person zugeordnet, wie es Art. 26 der eIDAS-Verordnung verlangt.

So funktioniert es

  1. CIE beim Versand wählen

    Beim Vorbereiten der Anfrage legen Sie fest, dass die Unterzeichnenden ihre Identität mit der CIE bestätigen. Die Wahl gilt für alle Unterzeichnenden der Anfrage, so hat das Dokument nur ein Signaturniveau.

  2. Die Person identifiziert sich

    Auf der Signaturseite startet sie die Prüfung: Mit der App CieID und der ans Handy gehaltenen Karte authentifiziert sie sich im CIE-System und kehrt bereits erkannt zur Seite zurück. Dann liest und akzeptiert sie die FEA-Information.

  3. Unterschrift mit geprüfter Identität

    Der Name in der Signatur ist der von der Karte, nicht der eingetippte. Im grün umrandeten Feld steht die Zeile „Identität mit CIE geprüft“, und das Signaturzertifikat enthält die Prüfung und die Rechtsgrundlagen.

Den Namen unter der Unterschrift schreibt der Ausweis, nicht die unterzeichnende Person.

Was Sie tun können

  • Identität vom Staat, nicht selbst erklärt

    Vorname, Nachname, Steuernummer und Geburtsdatum kommen aus dem CIE-System, nicht aus einem von Hand ausgefüllten Formular. Im Ereignisprotokoll erscheint die Steuernummer maskiert.

  • Ihr Unternehmen im Zertifikat

    In den Einstellungen „FEA-Anbieter“ tragen Sie Firmenname, USt-IdNr., Sitz, Kontakte, PEC-Adresse und Versicherungsschutz ein. Das sind die Angaben, die das italienische Dekret vom 22. Februar 2013 von Anbietern der fortgeschrittenen Signatur verlangt, und kSign führt sie im Zertifikat auf.

  • FEA-Information und Annahme

    Verfassen Sie Informations- und Annahmetext, ausgehend von den Entwürfen, die kSign vorschlägt. Die Person liest und akzeptiert sie vor der Unterschrift, und die Annahme bleibt im Ereignisprotokoll der Anfrage.

  • Das FEA-Handbuch schreibt sich selbst

    kSign erstellt ein Word-Dokument mit dem technischen Teil aus unserer Feder — wie die Signatur entsteht, wie die Identifizierung mit der CIE funktioniert, welche Nachweise aufbewahrt werden — zusammen mit Ihren Daten und Texten. Sie passen es an und lassen es von Ihrer Rechtsberatung prüfen.

  • Grün auf einen Blick

    Das Feld der fortgeschrittenen Signatur hat einen grünen Rand, das der einfachen einen blauen. Bei einem Vertrag mit mehreren Unterzeichnenden sieht man sofort, wer sich mit der CIE identifiziert hat.

  • Auch am Schalter

    Die Prüfung mit der CIE funktioniert auch an den Signaturstationen vor Ort: Der Kunde identifiziert sich mit seinem Handy und der Karte, und das Tablet springt direkt zur Unterschrift.

Einfache und fortgeschrittene Signatur im Vergleich
MerkmalEinfach (SMS)Fortgeschritten (CIE)
eIDAS-Artikel 2526
Signaturlink per E-Mail ja ja
Sechsstelliger SMS-Code ja nein
Identität mit der CIE geprüft nein ja
Name und Steuernummer aus dem Ausweis nein ja
Zeile „Identität mit CIE geprüft“ im Feld nein ja
FEA-Information und Annahme nein ja
Anbieterdaten im Zertifikat nein ja
Ereignisprotokoll und Signaturzertifikat ja ja
Unterschrift vor Ort an der Station ja ja

Das Niveau wird pro Anfrage gewählt und gilt für alle Unterzeichnenden gleich.

Häufige Fragen

Was ändert sich rechtlich gegenüber der einfachen Signatur?

Nach italienischem Recht (CAD, Art. 20 Abs. 1-bis) erfüllt ein Dokument mit fortgeschrittener elektronischer Signatur die Schriftform und hat die Wirkung einer Privaturkunde (Art. 2702 Zivilgesetzbuch): Sein Gewicht unterliegt nicht mehr der freien Würdigung des Gerichts. Ausgenommen bleiben Rechtsakte, für die das Gesetz eine qualifizierte oder digitale Signatur verlangt, etwa Immobilienübertragungen.

Gilt die fortgeschrittene Signatur gegenüber jedem?

Sie gilt im Verhältnis zwischen der unterzeichnenden Person und dem Unternehmen, das sie anbietet, dem „Anbieter“ (italienisches Dekret vom 22.02.2013, Art. 60). Sie ist das richtige Werkzeug für Dokumente, die Ihre Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden mit Ihnen unterschreiben: Verträge, Mandate, Beitritte, Formulare.

Braucht man ein Kartenlesegerät?

Nein. Es genügen eine CIE 3.0, ihre PIN und ein Handy mit NFC, auf dem die App CieID installiert ist: derselbe Vorgang wie beim Zugang zu den Diensten der italienischen Verwaltung.

Und wenn eine Person keine CIE hat?

In einer CIE-Anfrage identifizieren sich alle Unterzeichnenden mit der CIE. Für Personen ohne CIE bereiten Sie eine Anfrage mit SMS-Code vor: Die Signatur ist dann einfach, mit ihren eigenen Nachweisen.

Muss ich Handbuch und FEA-Information selbst schreiben?

Nicht von Grund auf. kSign erstellt das Handbuch mit dem bereits geschriebenen technischen Teil und schlägt Entwürfe für Information und Annahme vor. Es bleiben Vorlagen, keine Rechtsberatung: Ergänzen Sie sie mit Ihren Unternehmensdaten und lassen Sie sie vor der Verwendung von Ihrer Rechtsberatung prüfen.

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